Gemüse grillen in der Aluschale: So wird es saftig, würzig und sicher
Bunte Paprikastreifen, Zucchini, rote Zwiebeln und Champignons, dazu ein Schuss Olivenöl und frische Kräuter: Gemüse in der Grillschale ist schnell vorbereitet, fällt nicht durch den Rost und landet saftig auf dem Teller. Kein Wunder, dass die Aluschale bei vielen Grillabenden fest dazugehört.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du Gemüse in der Aluschale richtig grillst, welche Sorten sich eignen und wie du trotz Schale Röstaromen bekommst. Wir zeigen dir außerdem, worauf du beim Kontakt von Aluminium mit Lebensmitteln achten solltest und welche Alternative es gibt. Der Beitrag richtet sich an alle, die Grillgemüse unkompliziert als Beilage oder vegetarisches Hauptgericht zubereiten möchten.
Wann die Aluschale beim Gemüse grillen sinnvoll ist
Die Grillschale ist praktisch, wenn Gemüse direkt auf dem Rost Probleme machen würde:
- Kleine Stücke: Champignons, Kirschtomaten oder Zwiebelringe rutschen nicht durch den Grillrost.
- Marinierte Zutaten: Öl und Kräuter bleiben am Gemüse und tropfen nicht in die Glut. So entstehen keine Flammen.
- Weiches Gemüse: Tomaten oder Auberginen behalten ihre Form, auch wenn sie sehr weich werden.
- Trennung vom Fleisch: Für Vegetarier liegt das Gemüse sauber getrennt vom Grillfleisch.
Der Nachteil: In der Schale bekommt Gemüse weniger direkte Hitze. Es gart eher im eigenen Saft und entwickelt weniger Röstaromen als auf dem Rost. Wie du gegensteuerst, zeigen wir weiter unten.
Aluminium und Lebensmittel: Darauf musst du achten
Aluminium kann sich aus Schalen und Folien lösen und in Lebensmittel übergehen. Das passiert vor allem, wenn saure oder salzige Zutaten bei Hitze mit dem Metall in Kontakt kommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb, solche Lebensmittel nicht in Aluminium zu erhitzen.
Für dein Grillgemüse heißt das:
- Säure erst danach: Zitronensaft, Essig und Aceto Balsamico gibst du erst nach dem Grillen auf das Gemüse, wenn es auf dem Teller liegt.
- Salzen nach dem Grillen: Würze in der Aluschale mit Kräutern, Knoblauch, Pfeffer und Chiliflocken. Salz kommt zum Schluss.
- Vorsicht bei salzigen Zutaten: Schafskäse und Tomaten mit Salz bereitest du besser in einer Schale aus Edelstahl zu.
- Marinade ohne Säure: Für die Aluschale eignet sich eine Marinade aus Öl, Kräutern und Gewürzen.
Für ungesäuertes, ungesalzenes Gemüse ist die Aluschale also durchaus geeignet. Wer sauer marinieren oder mit Feta grillen möchte, greift zur Alternative.
Die Alternative: Grillschale aus Edelstahl
Eine Grillschale aus Edelstahl reagiert nicht mit Säure oder Salz. Du kannst darin also auch mit Zitrone, Balsamico und Schafskäse grillen. Sie ist hitzebeständig, lässt sich spülen und ersetzt viele Einweg-Aluschalen. Das spart Müll und auf Dauer auch Geld.
Unsere Grillschale aus Edelstahl ist komplett geschlossen und funktioniert wie eine Bratpfanne auf dem Grill. Marinade und Bratensaft bleiben in der Schale, und das Gemüse brät direkt auf dem heißen Edelstahl. Spülmaschinenfest ist sie außerdem. Mehr zur Anwendung auf dem Gasgrill und dem Holzkohlegrill findest du auf unserer Seite zur Gemüse-Grillschale.
Welches Gemüse eignet sich für die Grillschale?
Fast jedes Gemüse lässt sich in der Schale grillen. Damit alles gleichzeitig fertig wird, solltest du die Stücke etwa gleich groß schneiden und lange garende Sorten früher auflegen.
Größere Stücke wie Paprika, Zucchini oder Halloumi lassen sich auch gut aufspießen. Wie dabei alles gleichzeitig gar wird, zeigen wir dir in unserem Beitrag zum Gemüsespieße grillen. Und wenn du eine Grillplatte hast, findest du in unseren Plancha Rezepten mit Gemüse sechs Ideen für Gemüse mit besonders kräftigen Röstaromen.
Rezept: Mediterranes Grillgemüse mit Schafskäse
Dieses Rezept reicht für 4 Personen als Beilage oder für 2 Personen als Hauptgericht. Da Schafskäse und Balsamico im Spiel sind, nutzt du dafür eine Edelstahl-Grillschale.
Zutaten (4 Personen als Beilage):
- 1 Zucchini, 1 Aubergine, 2 Paprika, 2 rote Zwiebeln
- 250 g Champignons, 200 g Kirschtomaten
- 2 Knoblauchzehen, 5 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano, 1 TL Thymian, ¼ TL Chiliflocken
- 200 g Schafskäse
- 2 EL Aceto Balsamico, ½ TL Salz, ¼ TL Pfeffer, 1 Handvoll Basilikumblätter
Schritt 1: Gemüse schneiden und marinieren
Schneide Zucchini und Aubergine in dicke Scheiben, Paprika in Streifen und Zwiebeln in Spalten. Champignons halbieren. Verrühre Olivenöl, gepressten Knoblauch, Oregano, Thymian und Chiliflocken in einer Schüssel und vermenge das Gemüse damit. 20 bis 30 Minuten ziehen lassen.
Schritt 2: Grillschale vorheizen
Stelle die leere Schale bei direkter Hitze von etwa 220 °C für 5 Minuten auf den Grill. So beginnt das Gemüse sofort zu brutzeln, statt langsam im eigenen Saft zu garen.
Schritt 3: Gemüse grillen
Gib zuerst Zwiebeln und Paprika in die Schale, nach 3 Minuten Aubergine, Zucchini und Champignons. Alle 3 bis 4 Minuten wenden. Nach etwa 10 Minuten die Kirschtomaten und den zerbröckelten Schafskäse darauf verteilen und weitere 5 Minuten grillen, bis der Käse leicht schmilzt.
Schritt 4: Abschmecken und servieren
Auf einer Platte anrichten, mit Balsamico beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Basilikum bestreuen. Dazu passen geröstetes Brot, ein frischer Salat oder gegrilltes Fleisch.
Rösten statt dünsten: Röstaromen in der Grillschale
Damit das Gemüse in der Schale nicht matschig wird, helfen ein paar Kniffe:
- Vorheizen: Eine heiße Schale sorgt für sofortige Röstaromen.
- Nicht überfüllen: Das Gemüse sollte höchstens in einer Lage liegen. Zu viel Gemüse auf einmal gibt Wasser ab und dünstet.
- Flüssigkeit verdampfen lassen: Grill mit geöffnetem Deckel, damit Wasserdampf entweichen kann. Sammelt sich viel Saft in der Schale, gieß ihn zwischendurch ab.
- Direkte Hitze: Stelle die Schale direkt über die Glut oder die Brenner, nicht in die indirekte Zone.
- Wenig wenden: Lass das Gemüse jeweils einige Minuten liegen, damit es Farbe bekommt.
Marinade und Gewürze für Grillgemüse
Gemüse vor dem Grillen zu marinieren lohnt sich: Das Öl verhindert Austrocknen und Ankleben, die Kräuter geben Aroma. Eine einfache Grundmarinade besteht aus Olivenöl, Knoblauch und getrockneten Kräutern wie Oregano, Thymian oder Rosmarin. Für eine scharfe Variante kommen Chiliflocken oder geräuchertes Paprikapulver dazu. Frische Kräuter wie Petersilie und Basilikum gibst du erst nach dem Grillen darüber, damit sie nicht verbrennen.
Häufige Fragen zum Gemüse grillen in der Aluschale
Kann man in Alufolie grillen?
Ja, Gemüsepäckchen aus Alufolie halten das Gemüse saftig. Wie bei der Aluschale gilt aber: keine sauren oder salzigen Zutaten in der Folie erhitzen. Würze mit Kräutern und Öl und salze erst nach dem Grillen.
Soll man Gemüse vor dem Grillen marinieren?
Ja, eine kurze Marinade aus Öl, Knoblauch und Kräutern verbessert Geschmack und Konsistenz. 20 bis 30 Minuten reichen. Wasserreiches Gemüse wie Zucchini solltest du nicht stundenlang marinieren, sonst wird es weich.
Welche Gewürze passen zu Grillgemüse?
Klassisch sind Oregano, Thymian, Rosmarin, Knoblauch und Pfeffer. Für mehr Würze eignen sich Chiliflocken, geräuchertes Paprikapulver oder Kreuzkümmel. Grillst du in der Aluschale, gibst du Salz und Säure erst nach dem Grillen dazu.
Wie lange braucht Gemüse in der Grillschale?
Je nach Sorte 5 bis 18 Minuten. Kirschtomaten sind am schnellsten fertig, Fenchel und Zwiebeln brauchen am längsten.